Für die Pelletqualität sind Dampf und Rezeptur wichtig

Haldensleben – Die Deutsche Vilomix veranstaltete am 18. Juni 2015 das 2. Fachseminar für Mischfutterhersteller. Das Thema: „Bessere Pellets, weniger Energieeinsatz - Welchen Einfluss hat die Rezeptur?“.


„Wir waren über die zahlreichen Teilnehmer und die positive Resonanz aus unserem Kundenkreis hoch erfreut“ berichtete Fritz Pucher, Vilomix-Berater im Verkaufsgebiet West. Etwa 23 Rezepteure und Produktionsleiter aus dem Kundenkreis waren der Einladung der Deutschen Vilomix gefolgt, um über Verbesserungen bei der Herstellung von pelletiertem Futter zu diskutieren.

 

Rezepturen gewährleisten gleichbleibende Produktqualität

Fritz Pucher führte die Seminarbesucher in das Thema ein und gab wichtige Hinweise, welchen Einfluss die Rezepturen, Komponentenauswahl, der Vermahlungsgrad und die Aufgabefeuchte Einfluss auf die Pelletqualität haben. Durch die Stabilisierung der Mischungen ist eine gleichbleibende Produktqualität gewährleistet. Dies führt zu einer Reduzierung der Futterselektion bei den Tieren, sowie zu einer verbesserten Futteraufnahme und Futterverwertung.


Etwa 60% des gesamten Energiebedarfs wird für das Konditionieren, Pressen und Kühlen benötigt. Ausschlaggebend für die Pelletqualität sind die Kriterien Abriebfestigkeit und Feuchtigkeit. Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Futters wie Rohfett, Rohprotein, Rohfaser und Stärke haben Einfluss auf den Presswiderstand.

Anhand der unterschiedlichen Futterzusammensetzungen stellte Herr Pucher dar, wie sich die Mischungen aus Sicht eines Tierernährers bzw. Rezepteurs optimieren lassen, ohne dass Komplikationen bei der Pelletherstellung auftreten, wenn z.B. die Summe an flüssigen Komponenten zu hoch ist und eine Dampfkonditionierung nicht möglich ist.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Pelletierens ist die Einsparung von Transport- und Lagerraum durch das Verdichten.

Fazit: Rezeptur und Technik müssen zusammenarbeiten.


Böschen IFF Vilomix Seminar

Dampfqualität als wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Pressfutterproduktion und Energieeffizienz

Im zweiten Vortrag ging Frau Dr. Verena Böschen / IFF Braunschweig auf die Dampfqualität bei der Pelletierung ein. Die stetig steigenden Energiekosten der Pelletierung lassen Investitionen in eine effizientere Dampfproduktion wirtschaftlich kalkulieren.


Fazit: Schlechter Dampf ist teurer als gar kein Dampf.

 

 

 

 

 

Presshilfsmittel Frahm Seminar Vilomix

Presshilfsmittel beeinflussen die Pelletqualität

Erwin Frahm / Produktmanager Borregaard Deutschland referierte über Möglichkeiten und Grenzen von Presshilfs-mitteln. Er hob die Bedeutung der Pelletqualität auf die wirtschaftliche Fütterung hervor und machte Vorschläge zur Optimierung. Mit dem „Futter Pellet Qualitäts Faktor“ (FPQF) können Vorhersagen für die Pelletiereigenschaften einer Futtermischung berechnet werden. Bereits beim Erstellen einer Futtermischung hat man Einfluss auf die Pelletiereigenschaften.

 

Den Teilnehmern wurde das Handbuch „The Pelleting Handbook“ ausgehändigt.

 
  

Lindenbeck Seminar Vilomix Fa Kahl

Expander als Verdichter zur Verbesserung des Aufschlusses

Im letzten Vortrag stellte Mario Lindenbeck / Amandus Kahl GmbH & Co. KG die Möglichkeiten und Grenzen des Expanders als Verdichter zur Verbesserung des Aufschlusses vor.


Die Expander-Technologie ist eines der bewährtesten und umfassendsten Konditionierungsverfahren für Mischfutter und Einzelkomponenten. Der Expander besteht aus einem dickwandigen Mischrohr mit auswechselbaren Verschleiß-einsätzen. Die einseitig gelagerte Welle ist mit Dosier-, Misch- und Knetelementen versehen. Ein hydraulisch verstellbarer Kegel bildet mit dem Rohrende den patentierten Ringspalt. Durch Verstellung des Kegels während des Pelletiervorganges sind Druck, Intensität der Knetarbeit, Produkterwärmung und Energieaufnahme stufenlos ohne Verzögerung zu steuern und zu programmieren. „Während des Betriebsprozesses ist es möglich, auf 
veränderte Rohmaterialien zu reagieren“ so die Ausführung von Herrn Lindenbeck.

Der maximale Druck beträgt ca. 40 bar, die Arbeitstemperaturen liegen am Expanderkopf je nach spezifischem Energieeintrag zwischen 90 und 140°C. Am Expanderauslauf fällt der Druck auf einen atmosphärischen Wert ab, das Material expandiert und ein Teil des zugesetzten Wassers verdampft (Flash-Verdampfung). Eine Nachtrocknung ist nicht erforderlich. Die Teilchengröße des Expandates kann mit der nachgeschalteten Zerkleinerungseinrichtung bestimmt werden.


Expander Kahl
 

Die Vorteile durch den Einsatz des Expanders sind die verbesserte Pelletqualität und die höhere Pressenleistung, die Verwendung schwer zu verarbeitender Komponenten, der Zusatz hoher Flüssigkeitsmengen, die Inaktivierung von Schadstoffen, ein Abtöten von Salmonellen und die Verbesserung des Futterwertes.

Die Reduzierung der Produktionskosten unterstreicht die Wirtschaftlichkeit. Für die Entwicklung der Kahl-Expander-Technologie wird intensiv geforscht, um für jede Tierart unter tierernährungs- und ökonomischen Gesichtspunkten optimale Ergebnisse zu erzielen.

 
 

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